Tour of Scotland 2019

Anreise: Zürich – Glasgow

Tourleader Bruno und Driver Beat machten sich bereits am Freitagmorgen, 2. August 2019 auf den Weg via Frankreich nach Schottland. Die Fähre in F-Calais haben sie pünktlich erreicht und die lange Fahrt verlief reibungslos.

Am Samstagmorgen früh sind die beiden in Inveraray angekommen. Nach kurzer Erholungspause erwarten sie die Gäste bei schönstem Sonnenschein – Juhuiii!

Alle Gäste der Tour of Scotland sind aus der Schweiz sowie aus Berlin bestens eingetroffen. Morgen geht’s los auf die erste Etappe.


1. Etappe: Inveraray – Arduaine / Loch Melfort, Sonntag, 4. August 2019 / wild & schön und sonnig

Nach kurzer Dorfbesichtigung und gemütlichem Abendessen waren wir gespannt, ob es zum Frühstück wieder Porridge mit Whisky gibt. Und ja, das war beim letzten Mal also keine Verwechslung sondern wird hier so gegessen. Wir sind begeistert und haben den Whisky trotzdem zum Frühstück weggelassen😊.

Obwohl es die ganze Nacht durchgeregnet hatte, starteten wir trocken zu unserer ersten Etappe. Und oh Wunder, es blieb den ganzen Tag auch so. Sogar die Sonne zeigte sich bei 21 Grad und so genossen wir die ersten 75 Km auf Schottlands Strassen.

Gespannt waren wir alle auf Parwis, der eigentlich noch nie richtig Rennvelo gefahren ist. Wir sagen nach dem ersten Tag „Chapeau“ – gut gemacht und weiter so!

Für alle, die Schottland nicht kennen… es ist einfach wild und schön hier. Die Vegetation ist ähnlich wie bei uns auf 2000 M.ü.M, die Lochs (Seen, bei denen sich oft Süss-und Meerwasser vermischen) schillern im Licht von blau bis düster und die „Locals“ verkörpern genau das. Sie trotzen den Naturgewalten und sind deshalb meist sehr entspannt und sehr freundlich.

Unser kleines Grüppchen hat sich gut zusammen gefunden. Wir alle freuen uns jetzt auf einen feinen zNacht und grüssen alle Daheimgebliebenen und die Zollinger-Familie
Bruno, Mäge und Driver Beat


2. Etappe: Arduaine – Fort William, Montag, 5. August 2019 / steil – steiler …bis zum Fusse des Ben Nevis

Spannung beim Frühstück, denn es regnete heftig. Bruno und Fredy hatten den Wetter-Radar gecheckt und gaben Entwarnung. Und tatsächlich, wir starteten bereits trocken und der Tag sollte uns viel Wärme und Sonnenschein bescheren.

Von Loch Melfort ins schmucke Hafenstädtchen Oban waren zwei ruppige Steigungen zu bewältigen und so wurden die Kolben schon mal aufgewärmt. In Oban gings diesmal trockenen Fusses bei schönstem Wetter zum Kaffee. Bei unserem letzten Besuch hier vor 4 Jahren waren es 4 Grad!! und heftigster Regen!

Mäge hatte uns wunderschöne Radrouten am Meer entlang ausgesucht. So wurde immer wieder für Fotostopps angehalten und unseren Mittagshalt genossen wir auf einer Sonnenterrasse direkt am Meer.

Eine Begebenheit müssen wir euch noch schildern: An einem Fjord mit traumhafter Sicht, Palmen und Booten machten wir halt. Ein älterer Herr stiess zu uns. Wir fanden heraus, dass er 15 Jahre in der Schweiz als Skilehrer gearbeitet hat. Wir sagten ihm dann, dass das hier auch ein schöner Platz sei. Er antwortete: Oh yes, it‘s all mine. Wir sagen: Alles richtig gemacht, Sir!

Die letzten Kilometer nach Fort William waren begehrt und wir teilten die Strasse mit vielen Autos und Touristen. Da es schon nach 5 Uhr war, gabs nur ein kurzes Bier, eine schnelle Dusche und schon gings los zum Abendessen in ein typisches Fisch-Restaurant am Pier. Jede Menge Krustentiere, Fische, Muscheln und auch ein paar Gläser Wein sorgten für beste Laune am Fuss des Ben Nevis, dem höchsten Berg Schottlands.

Wir sagen für heute Good Bye, see you soon!
Euer ZRR-Team Mäge, Bruno und Beat (unser Frauen-Betörer und Driver😊).

 


3. Etappe: Fort William – Fort Augustus, Dienstag, 6. August 2019 / der Mythos Nessie 

Heute gabs eine kurze Etappe von 54 km. Entsprechend gemütlich gingen wir den Vormittag an und genossen das Frühstück und das Städtchen Fort William. Norma nutzte die Zeit zum Shoppen, andere gönnten sich noch einen Kaffee oder überlegten sich, was man seinen Liebsten nach Hause bringt.

Kurz nach 11.00 Uhr ging es dann aber los und Mäge schlug gleich zu Beginn ein anspruchsvolles Tempo an, welches wir bis zum Schluss durchhielten.

Nach km 25 gab es den obligaten Halt am Soldatendenkmal und anschliessend Tee. Die restlichen 30 km gaben wir nochmal richtig Gas und so waren wir bereits um 14.30 Uhr am Loch Ness. Velofahren macht einfach Spass. Zumindest strahlten am Ziel alle um die Wette! Kunststück: Teilweise hatten wir zwischen 35 und 40 Sachen auf dem Tacho.

Auch heute verlief die Etappe ohne grosse Regengüsse. Nur am Morgen gabs ein paar Spritzer. Jetzt geniessen wir noch etwas den Mythos vom Nessi und freuen uns auf ein feines Abendessen.

Eure ZRR-Gäste: Yvonne, Norma, Fredy, Parwis, Jean-Pierre, Roland sowie Bruno, Mäge und Beat.

 


4. Etappe: Fort Augustus / Loch Ness – Isle of Skye, Mittwoch, 7. August 2019 / nach herrlichen Höhenmetern reif für die Insel!

Heute steht die Fahrt von Fort Augustus auf die Isle of Skye auf dem Programm, die grösste der Inneren-Hebriden-Insel. Unsere schottischen Radsport-Fans fahren einer Vielzahl von Seen und Flüssen entlang. Wir Daheimgebliebenen und das ganze Büro-Team drücken die Daumen, dass ihnen Petrus weiterhin gut gesinnt ist!

Und hier ist er – der Tagesbericht:

Wir nehmen’s vorweg: Kein Regen heute und alle sind nach 106 Km mit 850 Hm gut auf der grössten und nördlichsten Insel der Hebriden Schottlands angekommen. Entsprechend wurden wir zwar mit Sonne, aber vor allem mit viel Wind empfangen…

Aber erst mal der Reihe nach…

Bereits um 09.30h ging es heute noch bei viel Nässe los, aber der Regen hatte pünktlich zu unserem Start aufgehört. Aufgrund der Distanz und der HM liessen wir es heute aber gemütlicher angehen. Zum Schluss ergab sich dann doch ein 27er Schnitt (für Parwis und Bruno waren es wahrscheinlich 26.9 😂😂) und wir hatten alle den Eindruck, etwas geleistet zu haben.

Nach einem ersten Schnupperkurs in den Highlands ging es wieder an unzähligen Lochs vorbei bis zum Schloss Eilean Donan Castle (dem Highlander Schloss) und etwas später über die Brücke auf die Isle of Sky. Es war einmal mehr ein abwechslungsreiches und tolles Velofahren! Genuss pur mit dem Rundum-sorglos-Paket eben😊.

Zum Schluss noch dies: Den Spruch der Tour hat gestern unfreiwillig Norma gelandet, als sie einen älteren Herrn mit schütterem Haar am Nebentisch sah. Und jetzt kommts: voller Enthusiasmus hat sie uns erzählt: “Schaut mal der Mann mit Glatze und dem kleinen „Schwänzchen“. Für Gelächter war gesorgt und wir werden uns wohl noch einige Tage an den Herrn mit schütterem Haar und kleinem Ross-Schwänzchen oder so ähnlich erinnern😂😂.

Morgen liegen schöne 126km und zwei Schifffahrten vor uns. Schlaft gut und bis morgen! Bruno, Mäge und Beat

Wie heisst der Spruch von Robert Burns so schön:“Wherever I wander (cycle), wherever I rove, the hills of the Highlands forever I love.“


5. Etappe: Broadford / Isle of Skye – North Ballachulish, Donnerstag, 8. August 2019 / Auf ins Abenteuer – Meer geht immer!

Denn wie sagt man so schön: viele der grössten Abenteuer beginnen mit einer Fährüberfahrt…man darf gespannt sein, was unsere Abenteurer durch die atemberaubenden Landschaften der Highlands bis zum Loch Leven erleben…

Noch vor der Abfahrt haben wir folgende Fotos erhalten:

Schon wieder kein Regen – aber viel Sonnenschein (ok, ein paar Tropfen gab es auch) begleitete uns heute.

Bereits um 08.15h starteten wir, um die Wolken-Insel Isle of Skye zu durchqueren. Die Insel dankte es uns mit schönstem Wetter und traumhaften Bildern und Farben. So mussten wir gleich auf den ersten Kilometern die Kamera zücken und auf Fotosafari gehen.

Mit der Fähre ging es dann zurück aufs „Festland“ und wir genossen die Überfahrt bei schönstem Wetter. Dann hiess es wieder: Ab auf die Carbon-Esel und die Strassen Schottlands unsicher machen. Die Route führte uns immer in Richtung Fort William entlang dem Meer. So entdeckten wir sogar weisse Sandstrände, wo sich ein Tourist doch tatsächlich ins Wasser wagte, was er sichtlich genossen hat. Nach einem gemütlichen Mittagshalt mit leckerer Suppe traten wir dann richtig in die Pedalen. Immerhin lagen noch ca. 80 Km und 1000Hm über die Highlands vor uns.

Atemberaubende Landschaften und brennende Beine werden uns sicher in Erinnerung bleiben. Ganz sicher dann, wenn wir wiedermal den Zug nach Hogwarts übers Viadukt fahren sehen😊. Die letzten 40 Km führten uns auf etwas holprigen, dafür kaum befahrenen Strassen entlang des Lochs Linnhe (der Name Linnhe leitet sich übrigens vom gälischen Wort linne ab, das „Pool“ bedeutet). Schottland vom Feinsten! Zum Schluss erwartete uns nochmals eine kurze Fahrt auf der Fähre. Nach den letzten 7 Km bis zum Hotel freuten sich alle auf ein Bier sowie die Dudelsackmusik von Norma.

Unser Held des Tages ist definitiv Parwis, der die 127 Km und 1150Hm mit Bravour schaffte💪🏻💪🏻. Stark!! … sagen wir dazu!

Morgen geht es leider schon auf unsere letzte Etappe. Wir dürfen es aber sicher schon heute sagen: Schottland ist definitiv eine tolle Destination! Vielleicht gehen wir ja wieder mal hin (…).

Macht’s gut und bis morgen! Mäge, Bruno, Beat und alle Gäste

Und hier der Bergkönig von heute: Parwis hat zum ersten Mal über 1000 Hm bravourös gemeistert – eben ein richtiger Bergfloh 😂😂😂


6. Etappe: North Ballachulish – Loch Lomond/Drymen, Freitag, 9. August 2019: last but noch least!

Heute sind es flache, malerische Landschaften, aber auch bunte, bezaubernde Berglandschaften, die unsere Radfahrer erwarten. Der Zielort am Loch Lomond liegt in Schottlands grösstem Nationalpark.

Aufgrund von ganz viel Wind, ist unsere Reisegruppe heute mit dem Bus unterwegs. Ganz spontan wurde deshalb eine Führung & Degustation in der Whisky Distillerie GLENGOYNE organisiert: WHISKY & CHOCOLATE TOUR – a delicious match of single malt and handmade chocolate! Tönt auch ganz gut, oder?

Der Reisebericht, welcher bestimmt noch mehr verrät, folgt nächste Woche.

Bis dahin können wir die Radsportwoche in Schottland wie folgt ganz kurz zusammenfassen:

«You can’t buy hapiness – but you can buy a bike and that’s pretty close.»

Passend dazu haben wir diese wunderschönen Fotos von Fredy Meier aus Ballachulish erhalten. Vielen Dank!


Liebe Tour of Scotland Gäste

Irgendwie ist unser letzter Bericht bei FB verschollen. Deshalb machen wir es kurz: Es war eine erlebnisreiche und lustige Woche mit euch!! Vielen Dank❤️❤️❤️

Danke auch ganz besonders Mäge und Beat und ein spezieller Dank gehört Claudia und Nadine. Beide haben im Hintergrund viel gemacht, damit es wieder eine „Rundum Sorglos-Tour“ geworden ist. Merci!

Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen. Händ sorg zunenand.

Euer Bruno mit Team (zur Zeit in Dover mit Beat)