Tour of Oman 2017

Anreise und 1. Etappe, 24.-26. Februar 2017

Welcome to Oman
Nach einem grandiosen Flug mit der Oman Air schafften wir den Transfer in unser Hotel in Rekordzeit. Auch das Check-in ging gut voran, so dass bald alle noch ein paar Stunden schlafen gehen konnten. Mittags trafen wir uns auf einen kleinen Lunch und dann ging es mit Nadine auf die Entdeckungstour nach Muskat. Bruno beschäftige sich währenddessen mit dem Aufbau der Räder und hatte bis am Abend alles bereit. Unsere Gäste kamen bestens gelaunt zurück und einige hatten sich bereits derart schnell angepasst, dass sie doch glatt als Omanis durchgehen würden. So wurde aus Daniel plötzlich Ali. Isabelle hatte also plötzlich einen anderen Mann – am anderen Morgen antwortete sie auf die Frage: „Wie war denn die Nacht mit Ali“ trocken – eigentlich war es kein grosser Unterschied….

Aber nun zur schönsten Nebensache der Welt – dem Velo fahren. Um 08.15h standen alle in der Werkstatt und nach einigen Sattel hoch, Sattel tief und welches Pedalsystem habe ich denn, ging es mit unserem Bus zum Start der ersten Etappe. Mitten im Niemandsland wurden wir „ausgesetzt“ und fuhren dann in zwei Gruppen los. Die ersten 15 Kilometer zum Einfahren waren flach – aber dann… –  wir durchquerten heute ein Teil des Gebirges und machten auf 90 Km doch 1500hm. Das hat dem Einen oder Anderen schon etwas abverlangt. Die Landschaft hat uns aber mehr als entschädigt. Viele „Wows“ „unglaublich“ „fantastisch“ waren zu hören – so ein bisschen wie bei Herrn Trump – einfach realer und von Herzen.

Heute übernachten wir in der Wüstenstadt Ibri. Ja genau, morgen steht deshalb eine Wüstenetappe auf dem Programm. Der Kontrast zu heute könnte nicht grösser sein. Jetzt geniessen wir aber erstmal ein feines Abendessen und wir sind sicher – alle fallen danach müde aber sehr glücklich und entspannt ins Bett.

Gute Nacht wünscht euch daheim gebliebenen eine glückliche Velofahrer Schar aus dem Oman mit Nadine und Bruno

Tour of Oman – 2. Etappe, 27. Februar 2017

Von Ibri durch die Wüste nach Balah
Heute starteten wir, nach kurzer Fahrt, am Rande der Wüste. Unsere „Roller“ kamen bei den 110km voll auf ihre Kosten. Ein strahlender Ali Achlinn, alias Daniel Acklin und ein mental herausgeforderter Mathias (wo bleiben die Berge) beschreiben die Gemütsverfassung unserer Truppe wohl am besten. „Die Wüste lebt“, das durften wir heute sehr direkt erleben. So begegneten wir immer wieder kleineren und grösseren Gruppen von Kamelen, die sich im Sand bestens tarnen. Wir trafen auch auf einer grossen Herde Ziegen, worauf wir uns alle fragten, wie die hier wohl überleben…

Ansonsten ging es in flottem Tempo (Schnitt über 30km/h) voran. Immer wieder wurde das Tempo aber verlangsamt, weil wir etwas entdeckten oder ein lustiger Spruch gemacht wurde oder weil wir ganz einfach den vorbeifahrenden Omanis winken mussten. Wir waren offensichtlich die Attraktion an diesem Tag. Soviel freundliches Hupen, Winken und sogar nebenher fahren oder anhalten ist unglaublich. Das gibt es sonst nur an der Tour de France☺.

Unser Bus hat uns dann sicher nach Balah gefahren, wo wir zwei Nächte bleiben.

An euch zu Hause: Alle sind wohlauf, bestens gelaunt und ab heute auch schon schön braun…

Euer Zollinger-Team

Tour of Oman – 3. Etappe, 28. Februar 2017

Von Bahla via Sint nach Sant
Heute morgen besuchten wir erst das Schloss Jabrin und lernten viel über die Kultur Omans. Nach einem kurzen Bustransfer gings dann bei schönstem Wetter und bester Laune aufs Rad.
Die heutige Tour führte uns entlang eines wunderschönen Tals. Schon bald erreichten wir Sint und genossen den Ausblick auf den Jabal Mist, wohl einer der bekanntesten Berge im Oman. Sint ist aber auch bekannt, weil die 5000 Jahre alten Gräber zum Weltkulturerbe gehören. Schon beeindruckend, dass diese Grabstätten nach solanger Zeit noch so gut erhalten sind.

Vorbei an Sint gelangen wir nach Sant, ein schmuckes Bergdorf. Von dort nahmen wir dann die 600hm in Angriff, die sich einmal mehr auszahlten. Die herrlichen Berge und die vielen Farben entschädigten uns alle.
Auf dem Gipfel gabs dann wieder Lunch, zubereitet wie immer von unserem Guide Abdul Rahman. Datteln, Früchte, Kuchen und Omani Kaffee liessen wir uns richtig schmecken. Und wie immer spielte uns Rolf auf seiner Schnoregiege ein Ständli…

Kurzum, es waren wieder schöne 106km, die uns ein breites Lachen ins Gesicht zauberten!

Herzliche Grüsse
Nadine, Bruno und die ganze Oman-Truppe

Tour of Oman – 4. Etappe, 1. März 2017

Durch die Gärten von Al Hambra auf 2000m.ü.Meer
Heute morgen genossen wir die Besichtigung des Fort Balah, während Bruno die Räder ölte, damit sie dann auch wieder richtig rollen. Unsere Tour begann heute in einem wunderschönen Tal ca. 20km vor Al Hambra. Wir genossen die herrlichen Dörfer, eingebettet in majestätisch anmutende Berge. Nach 45 Minuten erreichten wir Al Hambra und genossen in einem Starbucks ähnlichen Lokal Kaffee und Kuchen. Walter kam so definitiv zu seinem Truffe du jour… :-).

Gut vorbereitet gings dann durch grüne Gärten in Richtung Einstieg, denn unser heutiges Hotel liegt auf 2000m über Meer. Unglaublich, was alle geleistet haben. Die Einen sind fast den Berg hinauf geflogen, die Anderen haben sich richtiggehend hoch gekämpft. Bravo und Respekt – eine super Leistung von allen!

Nun gibts Abendessen. Alle sind seeeehr hungrig und fordern die Hotelküche etwas heraus 😉

Morgen geniessen wir unseren velofreien Tag und lernen mehr von diesem wunderbaren Land kennen.

Herzliche Grüsse von den Oman-Radlern…

Tour of Oman – Ruhetag, 2. März 2017

Am Ruhetag in Misfah al Abri und Al Hamra
Heute genossen wir unseren Ruhetag bei schönstem Wetter. Erst machten wir uns auf einen kurzen Spaziergang mit Blick in die Berge. Bei klarer Sicht sieht man von hier bis ans Meer.

Dann besuchten wir das Dorf unseres Guides Abdul Rahman. Er wuchs wohl in einem der idyllistischen Dörfer im Oman auf. Misfah al Abri besteht heute aus einem neuen Teil mit sehr schönen Häusern (bei uns wären es eher Villen) und dem ursprünglichen Teil. Auch wenn heute vieles für die Touristen gemacht wird, so kann man sehr schön erleben, wie die Omanis noch vor 30 Jahren gewohnt und gelebt haben. Besonders eindrücklich waren die persönlichen Ausführungen von Abdul Rahman, so zum Beispiel als er uns die Gasse gezeigt hat, wo er als Kind immer Fussball gespielt hat oder als er uns sein Elternhaus zeigte, wo drei Generationen miteinander gelebt haben… es gäbe noch viel zu erzählen.. aber das gerne ein anderes Mal.
Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher in die Altstadt von Al Hamra, wo wir ein Museum besuchten und jede Menge Spass hatten. Spass im Museum? Ja klar, wenn unsere Frauen geschminkt werden und jeder sich mal als Omani fühlen darf.

Der mentale Höhepunkt kam zum Schluss. Diesmal fuhren wir mit dem Bus auf 2000 m.ü.Meer in unser Hotel. Alle waren beeindruckt, dass sie diese Strecke gestern mit dem Rennrad geschafft hatten. Sogar der Bus brauchte heute 36 Minuten…

Morgen gehts in Richtung Nizwa auf eine Wüstenetappe… Freude herrscht.

Liebe Grüsse vom ganzen Team mit Nadine und Bruno

Tour of Oman – 5. Etappe, 3. März 2017

Wüstentour südlich von Nizwa
„A beautiful day in the desert“ – so hat unser ältester Gast Gerhard (82) den Tag beschrieben. Aber beginnen wir von vorne…

Pünktlich wie immer ging es 08.30h mit dem Bus in Richtung Nizwa. Heute stand uns ein längerer Transfer bevor, denn wir wechseln mal wieder die Region. Alle waren bestens gelaunt und Rädu machte einen seiner schon fast legendären Sprüche und musste dann prompt ein paar liebgemeinte Retourkutschen einstecken… 🙂

Ca. 30km südlich von Nizwa startete heute unsere zweite Wüstenetappe. Wir staunten alle, wie unterschiedlich die Wüste hier im Vergleich zum letzten Mal ist. Auf der ersten Hälfte flankierten uns Berge auf der linken Seite. Trotz einigem Gegenwind schlugen wir ein gutes Tempo an, so dass die stärkere Gruppe die 100km tatsächlich mit einem 31er Schnitt meisterte und Nadines Gruppenschnitt war nicht viel tiefer. Unglaublich, was unsere Gäste in diesem Jahr leisten!

Heute gehts zurück in die „Zivilisation“. Wir übernachten heute in einem sehr schönen 4 Sterne Hotel in Nizwa und lassen es uns gut gehen. Abendessen gibts heute am Pool :-))) und bei euch?

Herzliche Grüsse euch allen von der Omani Truppe mit Nadine und Bruno

Tour of Oman – 6. Etappe, 4. März 2017

Die Vuelta von Nizwa
Heute starteten wir zu einer kleinen aber sehr feinen Runde 30 Autominuten von Nizwa entfernt. Bereits um 09.00h waren alle zur Abfahrt bereit und zu Spässen aufgelegt. So getraute sich Walter doch tatsächlich im Hürzeler-Trikot anzutreten. Das wiederum verführte die Anderen zur Aussage, dass sie ihn heute ganz alleine mitten in der Wüste aussetzen würden. Walter nams von der humoristischen Seite und mit seiner gewohnten Buddhistischen Gelassenheit.

Die 75km heute sind schnell erzählt. Einmalige Landschaft, herrliche Radkilometer in hügeligem Gelände, wie immer ein Mittagshalt unter einem Baum mit Omani-Kaffee. Heute gabs am Mittagshalt auch noch die „Fütterung wilder Tiere“. Besonders Rädu, Peter und Nadine kümmerten sich um die Ziegen und versuchten sie mit Bananenschalen zu füttern. Während Nadine als Tierfreundin relativ erfolglos blieb, so hatte Rädu mit seinem Charme auch hier gleich eine Freundin. Kurz vor dem Ersten Kuss trennten sich die beiden aber wieder ;-).

Heute geniessen wir nochmals unser schönes Hotel und den Souk in Nizwa. Morgen gehts dann auf die letzte und auch nochmals recht schwere Etappe.

Herzliche Grüsse von den rundum sorglosen ZRR-Gästen mit Nadine und Bruno aus dem Oman

Tour of Oman – 7. Etappe, 5. März 2017

Heute geht unsere Oman Tour zu Ende. Es waren nochmals wunderbare 90 Km und 1100 Hm. Ab morgen werden wir dieses wunderbare Land, den Omani Kaffee und ganz besonders die ganze Gruppe germissen. Schön war es – vielen lieben Dank an alle und vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr wieder, wenn es zusätzlich von Muskat nach Sallalah geht!

Wir wünschen euch eine tolle Saison, Nadine und Bruno