Oman Coast Tour 2018

Oman Coast Tour 7. Etappe: Salalah- Atin-Raysut-Salalah

Heute sollte unsere Ausroll-Etappe mit gemütlichen 50 – 60 Km stattfinden. Der geneigte Leser oder die geneigte Leserin hat den Konjunktiv schon bemerkt – starten wir also von vorne.

Pünktlich um 10.00h stiegen wir bestens gelaunt und voller Vorfreude in unseren geliebten Tourbus. Alle freuten sich auf die letzen schönen Ausroll-Kilometer im Oman. Nach 30 Minuten Transfer stiegen wir an einer der berühmten Quellen aus. Während der Monsunzeit im Juli und August gibt es hier sogar einen kleinen Wasserfall zu bestaunen und tausende von Arabern und Omani kommen hierher, um dieses Naturereignis zu bestaunen. Wir genossen die herrliche Ruhe an diesem beschaulichen Ort und nutzten die Zeit für ein schönes Gruppenbild.

Dann ging es endlich los. Gemäss Abdul Rahman sollte es eine kurze Steigung von ca. 3 km geben und danach sollten wellige 50 Km folgen. Das mit den 3 Km waren wohl Omani Kilometer, denn schlussendlich waren es 6.6 Kilometer und das mit kurze und leichte Steigung stellte sich als ein Berg, bestehend aus mehreren steilen Rampen (bis 20%) heraus. Nach 5 Km hatten wir schon 440Hm auf dem Tacho und die Beine schmerzten. Trotzdem, wir nahmen es mit Humor, bissen auf die Zähne und beim Einen oder Anderen war nun auch der Ehrgeiz geweckt. Am Schluss unserer Etappe hatten wir 1‘150 Hm geschafft und waren immerhin über 1‘000 Meter über Meereshöhe.

Landschaftlich waren wir einmal mehr verzaubert. Ein wunderbares Hochland mit Kamel- und Kuhherden machten jede Radumdrehung zum echten Genuss. Das Auge und die Seele werden diese Bilder noch lange in Erinnerung haben. Ein letzes Mal liessen wir uns Omani-Kaffe, Datteln und Melonen schmecken. Nadine und Isabelle genossen es sichtlich, die Kühe mit Melonenschnitzen zu füttern. Nach anfänglicher Skepsis der Kühe beruhte die Zuneigung zum Schluss auf Gegenseitigkeit und so war unser restliches Essen bald nicht mehr sicher.

Ein „Schmankerl“ gibt’s noch von unserem Tiefseetaucher Rädu zu erzählen. Am Ende der Tour hat er heraus gefunden, dass er bis jetzt seine Veloschuhe immer falsch geschlossen hat (Zunge aussen) Sein Fazit: Jetzt ist es bequemer!!! 

Die Schlussabfahrt und das Ausrollen auf den letzten Kilometern war einfach nur herrlich. So geht nun unsere Premiere der Oman Coast Tour zu Ende. Morgen geniessen wir einen „Kulturtag“ in Salalah und Umgebung, bevor wir übermorgen zurückfliegen. Nadine und Bruno freuen sich schon wieder auf den Herbst, wenn die Oman-Tour im nördlichen Teil des Landes rund um Nizwa stattfindet.

Wir danken an dieser Stelle allen unseren Gästen ganz herzlich. Es war toll mit euch. Jetzt seid ihr gerüstet für eine erfolgreiche Radsaison und kein Berg und kein Tempo kann euch noch was anhaben. Bis zum nächsten Mal ihr Lieben: Isabelle, Daniel, Beat, Alex, Martin, Christian, Meinrad, Claudia, Sigrid und Kurt, Peter, Hans. Und natürlich gute Besserung an Norma, die am Mittwoch in der Schweiz operiert wird. Wir drücken alle Daumen und hoffen Dich bald wieder auf dem Rad zu treffen – wir erwarten Dich an der Old Boys on Tour Etappe im Tessin!

Vielen Dank auch an unsere lokalen Guides Abdul Rahman und Hilal. Thank you very much – great job again!

Sonnig warme Grüsse aus dem Oman

Nadine und Bruno


Oman Coast Tour Etappe 6: Salalah via Zeek und zurück nach Salalah

Heute liessen wir es etwas ruhiger angehen. Pünktlich um 10.00h starteten wir mit dem Bus zu einem kurzen Transfer auf die Anhöhen von Zeek, die auf beinahe 900m.ü.M. liegen. Ausgehend von Meereshöhe war also ein ganz schöner Anstieg zu schaffen. Aber im Bus liess es sich gut scherzen und wir bestaunten einerseits die vollbeladenen Lastwagen, die sich die steilen Rampen hinauf kämpften, andererseits aber v.a. die wechselnde Vegetation. Rechts und links der Strasse waren überall Herden von Kamelen und Kühen zu sehen – jawohl, Kamele und Kühe weideten friedlich neben oder miteinander. Die Hügel sind mit zwar dürrem aber immerhin mit Gras bewachsen. Das Mikroklima hier lässt Salalah im Juli und August grün werden, denn dann sinken die Temperaturen in Salalah auf ca. 25 Grad und es nieselt immer etwas aus den Wolken. Die Touristen aus Europa sind während dieser Zeit nicht mehr hier, dafür geniessen es die Araber und Omani selber in diese Gegend zu reisen, um zu Hause den 40 bis 50 Grad heissen Temperaturen zu entfliehen.

Auf fast 900m.ü.M. war es merklich kühler und eine steife Brise wehte uns seitlich und teilweise frontal vom Meer entgegen. So genossen wir einerseits die wahnsinnig tolle Landschaft und kämpften andererseits aber ganz schön mit dem Wind. Ein paar heimatliche Gefühle kamen mit „Kuhfladen und dem Gschmäckle dazu“ auch auf, aber man konnte sich auch fühlen wie in Andalusien – nur die vielen Kamele störten das Bild ein wenig. Trotz des heftigen Windes kamen wir gut voran und nach 40 km stoppten wir dann schon für unseren obligaten Mittagshalt, den wir wie immer genossen – ausser vielleicht Dani, denn der bekam von Isabelle (die die rennt) noch einen kleinen Abrieb betreffend seines Fahrstils. Später auch noch einen Rüffel für sein mädchenhaftes Bergabfahren, aber sonst lieben sich die Beiden auf jeden Fall 😉😉.

Alle wollten noch etwas baden gehen und so nahmen wir die letzen 26 Km unter die Räder. Beim Einen oder Anderen hinterliessen die Wellen ihre Spuren, so dass wir alle froh waren, dass wir die letzten 5 Km auf einer schönen Abfahrt geniessen konnten.

Kurze, aber intensive 67 Km mit fast 600Hm waren es heute. Morgen geht es bereits auf die Ausrolletappe. Da wollen wir es nochmals richtig geniessen und krachen lassen 😊.

Herzliche Grüsse aus dem 27 Grad warmen Salalah!
Eure
Nadine und Bruno


Oman Tour Etappen 4 und 5: Von Duqm nach Shaleen und weiter nach Salalah

Heute gibt es gleich zwei Etappen zu beschreiben, da wir auf dem Weg von Duqm nach Shaleen tief in den Oman eingetaucht sind und kein Internet zur Verfügung stand. Die 4. Etappe führte uns schon morgens früh hinaus aus Duqm in eine unglaublich schöne Wüstenlandschaft. Wer an Wüste denkt, meint wohl, dass diese immer gleich ist. Dem ist bei Weitem nicht so. Karge Steinöden wechselten sich mit steppenartigen, weit ausgedehnten Landschaften ab, aber auch Teile von Sandwüsten durften wir erleben. In einem Teilabschnitt war der Sand sogar so weiss, dass es auch Schnee hätte sein können.

Der Wind war unser stetiger Begleiter. Er blies uns mal mitten ins Gesicht, dann drückte er liebevoll von der Seite und ab und zu half er uns auch richtig flotte Fahrt aufzunehmen. Die 132 Km meisterten wir auf jeden Fall in rekordverdächtigem Tempo. Leider hatten wir auch einen Sturz zu beklagen. Ein Lastwagen produzierte soviel Wind, dass sich Norma nicht mehr richtig auf dem Rad halten konnte. Unglücklicherweise versuchte sie noch aus den Pedalen zu kommen und so passierte es dann. Leider hat sie sich einen Knöchel am Fuss gebrochen und ob die Sehnen in Ordnung sind muss heute ein MRI zeigen. Fast schon „lustig“ war allerdings, dass sie, kaum gestürzt, fragte, ob das Velo noch ganz sei (ist ja nicht mal ihr eigenes). Nach einem kurzen Aufenthalt im Spital geht es Norma inzwischen wieder ganz gut. Nur der Gips am Bein stört ein bisschen – aber wer Norma kennt, der weiss, dass sie nicht gleich aufgibt.

Wir übernachteten in der Nähe von Shaleen in einem kleinen Fischerdorf. Das „Hotel“ war heute sehr einfach und gegessen wurde in einem lokalen Restaurant. Natürlich waren wir alle skeptisch, wie das denn so schmecken würde… und wir können sagen „grossartig“. So gingen wir dann alle relativ früh und müde ins Bett. Sogar Hans, der immer wieder etwas Mühe hat sein Zimmer zu finden oder die richtige Airline… .

Am nächsten Morgen ging es schon früh los. Frühstück um 08.00h im Freien in einem lokalen Restaurant mit Linsen, Kichererbsen und Fladenbrot. Wir waren erstaunt, wieviel „Boden“ das für die anschliessende Etappe gab und so starteten wir nach einem kurzen Transfer unsere 5. Etappe nach Salalah. Heute ging es über 85 km direkt der Küste entlang. Bevor wir das Meer geniessen konnten, mussten wir es uns aber erst hart verdienen. Ein ruppiger Anstieg mit über 500 Hm über 10km und Steigungen zwischen 10 und 12 Prozent lies den Schweiss nur so treiben. Ein besonderes Bravo gehört hier Sigrid und Kurt. Beide sind stark erkältet, meisterten den Aufstieg aber mit Bravour.

Der ganze Tag geht einfach nur unter „wow, wow, wow“. Auf ein Highlight folgte das Nächste. Wir sahen Canyons, wie es sie wohl fast nur hier gibt, Berge und Gestein in allen Farben, machten Mittagsrast an einem Wadi mit Seeblick, kämpften uns wieder eine Rampe hoch, genossen rasante Abfahrten und und und… hier sprechen die Bilder wohl für sich…

Heute Abend kehren wir zurück in die Zivilisation und übernachten im 5 Sterne Hotel Salalah Rotana Resort. Wir dürfen euch verraten – auch bei uns wären das 5 Sterne . Mal schauen, ob morgen noch jemand auf die Ausfahrt mitkommt, oder ob der Liegestuhl am Pool mit Meersicht nicht zu verlockend ist.

Herzliche Grüsse aus Salala
von 13 glücklichen Gästen und
Nadine und Bruno


Oman Tour Etappe 3: Von Masirah Island via Mahut nach Duqm

Eigentlich hätte unsere Fähre zurück aufs Festland schon um 09.00h ablegen sollen. Am Vorabend erfuhren wir allerdings, dass diese ausfällt und wir erst um 12.00h boarden können, was sich später als Glücksfall herausstellen sollte. Also genossen wir nach der anstrengenden Etappe von gestern ein wenig mehr Schlaf und gönnten uns beim Frühstück einen Kaffee mehr als gewohnt. Um 11.45h waren dann wieder alle startklar. Abdul Rahman wurde aber erst noch die Geburtstagstorte vom Vortag überreicht, die nicht nur hervorragend aussah, sondern erst noch sehr lecker schmeckte. Warum wir das wissen? Mitten in der Wüste und vor dem Radstart durfte jeder ein Stück geniessen. Wir sagen dazu nur „ned schlecht Frau Specht“.

Die Überfahrt mit der Fähre klappte wieder problemlos und auch Abdulah schaffte es, den Jeep mit Trailer im Schiff unterzubringen. Ein Highlight waren sicher die Delphine, die wir bei der Hafeneinfahrt beobachten konnten. Noch ein kurzer Transfer und schon war es wieder soweit. Die Strasse ruft und so wurden wir wieder mitten im Nirgendwo auf die Strasse gesetzt, die uns entlang der Küste in Richtung Süden führt.

Geplant hatten wir 50 bis 60 lockere Kilometer, um die Beine etwas zu auflockern. Da hatten wir die Rechnung aber ohne den Wirt – pardon Wind – gemacht, denn dieser blies uns direkt von vorne seitlich ins Gesicht und wenn ein Lastwagen entgegenkam, dann musste man sich auf seinem Velo schon richtig festhalten. Zum Schluss waren es dann doch 50 km aber leistungsmässig sicher 70 bis 80.

Die Landschaft entschädigte einmal mehr. Nachdem wir erst wieder ein Stück karge Landschaft durchquerten, kamen wir in leicht hügeliges Gebiet, wo sich die Landschaft dauernd veränderte. So durchquerten wir ein Stück Sandwüste, dann wieder felsige Landschaften und schon folgte wieder eine Steppenlandschaft. Mit dem Nachmittags- und Abendlicht einfach unübertrefflich schön. Trotzdem waren alle froh, dass wir nach getaner „Arbeit“ die Räder verladen durften. Unsere zwei Guides hatten bereits wieder die Picknick-Stühle aufgestellt und so genossen wir bei Sonnenuntergang herrlichen Omani Kaffe, Datteln und Kuchen. So etwas gibt’s einfach nur hier!

Nach einer einstündigen Busfahrt trafen wir in Duqm ein. Eine wichtige Industriestadt mit einem der grössten Ölhäfen Omans. Sogar einen internationalen Airport gibt es hier und so nächtigten wir im „City Hotel“ – ja genau – das liest sich nicht nur wie ein Business-Hotel, sondern ist auch eines… Der Service und das Abendessen war hervorragend und dass wir heute auf Bier und Wein verzichten mussten fiel niemandem schwer. Glücklich und müde gingen wir dann zu Bett – zumindest fast alle. Denn im Zimmer von Rädu und Christian gab es schon einen Bewohner. Die Situation konnte schnell geklärt werden, allerdings hatten wir Rädu erzählt, dass im Zimmer eine Jungfrau eingezogen sei… er teilte das Zimmer dann doch mit Christian. Alte Liebe rostet eben nicht .

Morgen geht’s auf eine lange Etappe. Wir planen 120 bis 150km, machen das allerdings vom Wind abhängig. Auf jeden Fall wird’s wieder ein Abenteuer, denn unser nächster Stopp ist eine Erdölsiedlung namens Shaleem.

Wüstengrüsse aus dem Oman sendet euch die ZRR-Velotruppe
mit Nadine und Bruno


OMAN COAST TOUR: 2. Etappe – Giro di Masirah Island

Türkis-blaues Meer, weisse Sandstrände wie auf den Malediven, ganze Kamelherden und bestens gelaunte ZRR-Velofahrer liessen unsere Herzen heute höher schlagen… aber beginnen wir der Reihe nach.

Nachdem alle froh waren, dass es heute nicht soooo früh los ging, bestiegen wir um 09.30h unsere Velos. Vorher gab es aber noch ein Geburtstagsständchen für unseren Chefguide Abdul Rahman, der sich offensichtlich sehr darüber freute. Auf die Frage, wie das denn auf Arabisch gehe, sang er es uns mit seinem Cousin sofort vor. Wir verzichten hier auf die Auflistung arbabischer Schriftzeichen.

Vom Hotel führte uns die Strasse direkt ans Meer. Überhaupt war das Meer während dem ganzen Tag zu sehen. Nach ca. 20 Minuten hatten wir den bewohnteren Teil der Insel hinter uns zurück gelassen und uns begegneten nur noch spärlich Autos. Die Insassen waren mindestens so erfreut über uns, wie wir über sie. Immer wieder wurde gewunken, gehupt, angefeuert, fotografiert… So kam bald mal etwas „Star-Feeling“ auf, was uns wahrscheinlich zu Topleistungen animierte. Beide Gruppen hatten bis Km 60 einen 30 Km/h Schnitt auf dem Tacho.

Bei Km 30 trafen wir aber erst noch auf eine 17 kamelstarke Herde, die friedlich das spärliche Gras genoss. Norma getraute sich als Erste und spendierte einem der Kamele eine Banane. Von da weg waren beide dicke Freunde und auch alle anderen Gäste bekamen ihr besonderes Foto mit dem Kamel. Nadine wollte ihr Kamel gleich mit nach Hause nehmen. Bis ihr in den Sinn kam, dass sie ja schon eines zu Hause hat ;-).

Unter einem der wenigen Bäume gab es dann wieder unseren wohlverdienten Lunch – heute mit Wassermelonen – was alle sehr schätzten und wie immer wurde gescherzt und gelacht und die Pause unter dem Schatten spendenden Baum genossen..

Die zweite Hälfte unserer Inselumrundung war in mehrerlei Hinsicht aufregend. Einerseits wurde die Strasse nun etwas schlechter und wir fühlten uns ein bisschen wie bei Paris-Roubaix. Auf der anderen Seite wurde es landschaftlich immer reizvoller. Wir fuhren an kilometerweiten, schneeweissen Stränden vorbei und das Meer spiegelte sich von smaragdgrün bis dunkelblau – herrlich! A propos herrlich – Christian hat es heute zwei Mal mit einem Plattfuss erwischt. Damit hält er den Rekord mit 2:0. Früher hiess so etwas immer Fahrfehler – heute sagen wir zu so etwas „shit happens“.

Der letze Teil unserer Reise hatte es in sich. Die 134 Km waren so früh in der Saison doch für viele von uns noch ein „Chrampf“. Trotzdem bissen wir alle auf die Zähne und waren dann auch stolz, dass wir das gemeinsam geschafft hatten. Das gemeinsame Bier im Garten haben wir auf jeden Fall sehr genossen.

Morgen geht es zurück aufs Festland Richtung Duqm. Wir verlassen die „touristischen“ Pfade und tauchen tief in die omanische Kultur ein. Dazu morgen mehr…

Sportliche Grüsse von der Omani-Truppe
Isabelle, Daniel, Norma, Beat, Alex, Martin, Christian, Meinrad alias Rädu, Claudia, Sigrid, Kurt, Peter, Hans
und als Guides Abdulah Rahman und sein Cousin sowie Nadine und Bruno


Oman Coast Tour Etappe 1: Von Nizwa nach Masirah Island

Schon viel ist passiert, seit sich 13 Zollinger-Gäste mit Nadine und Bruno am Flughafen Zürich getroffen haben. Es war ein richtiges Happening, denn viele der Gäste waren bereits an der ersten Oman-Tour oder einer anderen Tour von ZRR dabei. Pünktlich und ohne Probleme ging es dann mit der Oman Airline nach Muskat, wo uns unsere zwei lokalen Guides Abdul Rahman und sein Cousin in Empfang nahmen. Ach so, eine kleine Geschichte gab es diesmal noch am Zoll. Die Beamten wollten einfach nicht glauben, dass wir nicht an der derzeit stattfindenden Oman-Tour der UCI teilnehmen, sondern einfach von Nizwa nach Salalah fahren möchten. Nach einigen Telefonaten gab es dann ein sehr freundliches „willkommen im Oman“ und „geniessen Sie die Reise“ und so konnte uns nichts mehr aufhalten und wir fuhren mit unserem Tourbus nach Nizwa ins Golden Tulip Hotel.

Hier angekommen genossen wir erstmal ein kleines Frühstück, bevor sich einige dem Pool widmeten oder sich aufs Ohr legten. Bruno war derweil mit dem Aufbau der 15 Storck Räder beschäftigt und hatte einiges zu tun. Dank der tollen Vorbereitung unseres Mechanikers Pit ging alles problemlos (Merci Pit!). Am frühen Abend besuchten wir den Suq in Nizwa und zumindest Beat hat schon genügend Gewürze eingekauft… Nach dem Begrüssungsapéro und der Vorstellung der Tour genossen wir ein wunderbares Abendessen im Freien.

Heute Sonntag ging es schon früh los. Bereits um 07.15h waren die ersten in der Werkstatt, um das Rad einzustellen und um 08.45h waren wir alle soweit, dass wir zur ersten Tour starten konnten. Heute geht es von Nizwa auf die Insel Masirah. Die ersten Kilometer legten wir im Bus zurück. Die einen Teilnehmer dösten noch etwas vor sich hin und andere wiederum waren bereits richtig gespannt und voller freudiger Erwartung auf die erste Etappe. Nach gut 1.5h Transfer ging es dann endlich los. Mitten in der Wüste wurden wir „ausgesetzt“ und nach dem obligatorischen Gruppenfoto ging es dann in zwei Stärkeklassen los. Brunos Gruppe legte gleich ein flottes Tempo vor und war sich sicher, dass die Gruppe mit Nadine viel länger brauchen würde. Aber nichts da, auch sie waren sehr flott unterwegs, denn auch Martin kurbelte mal wieder wie wild und hielt das Tempo problemlos mit (und das für jemanden, der die 70 überschritten hat!). Nach 60 Km machten wir Halt. Unsere zwei Guides hatten ein Zelt für uns aufgestellt und wir machten es uns mitten in der Wüste gemütlich bei Cola, Datteln, Bananen, Nüssen, Kuchen und… ja klar – Omani Kaffee.

Nach einem weiteren Bustransfer erreichten wir Port Shana, ein kleiner Hafen an der Küste. Nachdem wir uns die Füsse vertreten hatten, setzten wir mit der Fähre über und nach 50 Minuten erreichten wir unser Etappenziel. Heute nächtigen wir im Masirah Island Resort. Nach einem sehr feinen Abendessen geniessen wir nun eine Ausschlafnacht. Das tut gut, denn morgen fahren wir um die 80 Km lange Insel und machen dabei 130 Km. Unserem Bahnfahrer „Rädu“ haben wir versprochen, dass er nach der 100. Runde je ein Girl pro Runde zum Anfeuern bekommt… ob das hilft??

Mehr dann wieder morgen.
Herzliche Grüsse von allen ZRR-Radlern und
Nadine und Bruno