Mallorca – Playa de Palma Frühling 2018

Velofahren in Sant Jordi ist nicht gleich Velofahren in Palma
28.04. -05.05.2018

Diese Erfahrung musste auch Ueli machen. Von Colonia herkommend, musste er seine Ziele, die er sich für die Woche in Palma gesteckt hatte, doch etwas ändern. Da war ganz sicher der Wunsch, die Westküste zu fahren. Zum einen wegen der Landschaft, zum Andern als sportliche Herausforderung mit dem Rennrad.
Nach dem Prolog und der ersten Etappe über Deia, die er ganz gut bewältigte, kamen Ueli leise Zweifel, ob seine Kraft und seine Kondition für die Fahrt über die Westküste ausreichen. Die Fahrt über den Soller Deia weiter nach Puigpunyent und zurück nach Arenal hat an den Kräften und der Substanz gezehrt.
Da kam der Dienstag mit schlechtem Wetter gerade recht. Erholung stand auf dem Programm. Dieser Ruhetag verfehlte seine Wirkung nicht. Mit fast frischen Kräften nahmen wir den neuen Tag in Angriff. Aus einer zuerst angesagten gemütlichen Ausfahrt wurde nichts. Im Gegenteil. Bei der Rückkehr nach Arenal haben sich die Kilometer über den Tag ganz schön zusammengeläppert.
Erst am Donnerstag gab es für Ueli etwas Ruhe, da er sich nicht an mein Hinterrad klemmen musste. Für Freitag hatte er sich eine kleine Wanderung vorgenommen. Diese fiel aber buchstäblich ins Wasser.
Danke Dir Ueli für die feine Woche mit den schönen Touren und den interessanten Gesprächen, die wir unterwegs beim Kaffeehalt oder beim Abendessen führen konnten. Das Wichtigste, wir kamen ohne Zwischenfälle durch die Woche.

Mit dieser Woche ist auch die Saison in Palma zu Ende gegangen. Da bin ich zuerst überaus dankbar, dass wir keine Unfälle zu verzeichnen hatten. Alle konnten wohlbehalten nach Hause zurückkehren. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, wie viele Stunden und Kilometer wir unterwegs waren. Obschon das Wetter nicht immer den Vorstellungen der Gäste entsprach, war es manchmal etwas kalt, konnten unglaublich viele Kilometer abgespult werden. Die Anzahl der Höhenmeter machte uns klar, dass wir in der kommenden Saison auch für Bergankünfte gut gerüstet sind. Palma genauer Arenal  als Ausgangspunkt hat sich mehr als bewährt. Von diesem Standort lässt sich praktisch die ganze Insel erkunden. Ein Paradies für Radfahrer.
Ein grosses Highlight  war das Hotel Flamingo. Das Hotel lässt keine Wünsche offen. Freundliches Personal, zuvorkommender Service, hervorragendes Essen. Wird etwas gebraucht, heisst es nicht manana, sondern wird innerhalb kurzer Zeit erledigt.
So kann ich für mich eine ganz tolle Bilanz ziehen. Hatte ganz tolle Gäste, in einem hervorragenden Hotel und konnte mit diesen wunderbare Touren fahren. Im Wissen, dass ich die Gäste oft an ihre physischen Grenzen, manchmal sogar etwas drüber hinaus, gebracht habe.
Ein ganz herzlichen Dankeschön an alle!

Mit herzlichen Grüssen vom Palma-Team. Ich hoffe Euch wiederzusehen, sei es unterwegs in der Schweiz oder sei es, so hoffe ich, nächstes Jahr auf Mallorca. Würde mich ungemein freuen.
Rolf Gerber


Mit dem Grenzwächter Thomas nahe der physischen Grenze
21.-28. April 2018

Bereits am ersten Tag wollen wir herausfinden, was in der Woche möglich ist. Dazu bezwingen wir einige Steigungen, so den kleinen Aufstieg nach Alaro, wie auch den Cura. Alles lässt sich wunderbar an. Den schönen Touren über Deia wie die Etappe über die Westküste steht nichts im Weg. Und so können wir gemeinsam die Etappen trotz Anstrengungen, gratis gibt es bei diesem stetigen Auf und Ab nichts, richtig geniessen und die schöne Landschaft an uns vorbeiziehen lassen.
Donnerstag war uns zu wenig schön, um unsere anspruchsvolle Königsetappe anzugehen. So fuhren wir an diesem Tag einfach drauf los und hatten am Abend trotzdem eine stattliche Zahl an Höhenmetern sowie Kilometern zurückgelegt.
Voller Freude legten wir am Freitag bei prächtigem Wetter los. Kamen bis Soller ganz gut voran. Plötzlich konnte Thomas nicht mehr schalten. Das Schaltkabel war gerissen. Zum Glück fanden wir eine Werkstatt. War eigentlich für Motorräder eingerichtet, was uns die Arbeit nicht gerade erleichterte. Wir durften jedoch das ganze Equipment gebrauchen und den Schaden reparieren. War etwas ärgerlich. Wäre dies aber auf der Etappe Westküste passiert, hätten wir die Panne nicht so einfach reparieren können. In diesem Sinne hatten wir auch echtes Glück.
Nach getaner Arbeit setzen wir unsere Fahrt über den Puig und weiter über Alaro fort. Obschon erst spät in Arenal angekommen, liessen wir es uns nicht nehmen, das Abschiedsbier am Meer so richtig zu geniessen.
Thomas kam heute aber auch einige Male an seine Grenzen. Doch mit einem Lachen, gutem Mut und einem feinen Bocadillo steckte er auch die grössten Strapazen ohne zu klagen weg. Beim Abendessen war er doch stolz und zufrieden, mit dem, was er diese Woche geleistet hatte. Und das alles ohne Zwischenfälle, ist doch nicht selbstverständlich.  Danke für die Woche Thomas.

Mit herzlichem Gruss vom Palma-Team

Rolf


Die Familienwoche – eine familiäre Woche
14.-21. April 2018

Bekannte Gesichter zu sehen, und mit diesen Menschen eine schöne Woche verbringen zu können, ist immer eine wunderbare Sache.
So durfte ich diese Woche mit dem Ehepaar Allegrini, Verena und Severin, ganz tolle Tage verbringen. Dabei meine ich nicht nur das Velofahren, sondern auch die Gespräche oder das Lachen bei den Kaffeehalten oder beim gemeinsamen Abendessen.
Nach dem Einfahren in Sant Jordi standen die Touren in den „Bergen“ an. Kann man sich in der Eben noch verstecken und so etwas Kraft sparen, muss beim Anstieg auf den Soller oder nach Deia jeder einzelne Tritt getreten werden.
Verena und Severin haben ganz schnell ihren eigenen Tritt gefunden und so die Anstiege über den Grau und Soller wunderbar gemeistert.
War Verena müde, konnte sie das bestens verstecken. Ihr Stil war stetig elegant, und das Treten sah immer sehr leichtfüssig aus. Bei Severin dagegen war der Krafteinsatz bei jeder Pedalumdrehung deutlich zu erkennen.
Reicht die Frühjahrsform für die Etappe Westküste, oder sind noch zu wenige Trainingskilometer in den Beinen? Eine Frage, die Verena zu Beginn des Tages beschäftigte. Nach einem Kaffeehalt in Valldemossa bei Fréderic Chopin, den wir leider nicht getroffen haben, wäre ja auch Zufall gewesen, und die Muskeln über den Col d`en Claret warme gefahren waren, entschieden wir uns nach rechts abzubiegen und die Westküste unter die Räder zu nehmen. Einen Entscheid, den wir keine Minute bereuten. Die wunderbare Landschaft an einem herrlichen Tag, liessen uns die Anstrengung oft gar nicht spüren. Zufrieden setzten wir uns am in Arenal an die Gestade des Meeres und tranken ein wohlverdientes Bier. Liessen den herrlichen Tag noch einmal Revue passieren.
Mit einer Flachetappe bei wunderbarem Sonnenschein haben wir eine ganz tolle Woche ohne Zwischenfälle abgeschlossen. Herzlichen Dank für eine ganz familiäre Woche.

Mit herzlichen Grüssen das Palma-Team

Rolf


Neue Woche – neuer Rhythmus
07.-14. April 2018

Die ersten Tage musste mich mein Gast Hansruedi richtig zurückbinden. Ich hatte doch noch den Rhythmus der Vorwoche in den Beinen. Doch von Tag zu Tag gewöhnten wir uns besser aneinander, und wir fanden ein gemeinsames Tempo.
Schon am ersten Tag legte Hansruedi richtig los. Ich spürte immer seinen Atem im Nacken. Hat er doch eine ganz eigene Atemtechnik. Und auch die folgenden Tage liess er nicht locker und klemmte sich an mein Hinterrad. Dabei wurden die Etappen von Tag zu Tag ein klein wenig länger. Vor allem aber kamen immer mehr Höhenmeter hinzu. Alles schaffte er mit Bravour. So auch die Königsetappe. In Soller am Fusse des Puig vor dem 14 km langen Aufstieg zu Tunnel meinte er nur trocken: „Na dann schauen wir mal, ob wir das packen!“ Was für eine Untertreibung. Obschon er der Meinung war, nun doch müde zu sein, merkte man ihm dies nicht an. Das verschmitzte Lächeln im Gesicht verdeckte die Zeichen der Müdigkeit. Wir beide hatten bis hinunter nach Caimari nur einmal kalt. Waren froh, einen kurzen Halt einlegen zu können. Zudem regte sich bei Hansruedi der Hunger. Nach einem Cola und einem Bocadillo setzte er sich frisch gestärkt zur Weiterfahrt auf das Rad.
Nach einer langen Etappe, spät in Palma angekommen, bestellte er sich nicht wie üblich ein kleines Hopfengetränk, sondern er gönnte sich dieses Mal ein wohlverdientes Grosses. Morgen gilt es nun für Hansruedi in aller Frühe Abschied zu nehmen. Um halb fünf geht’s los.
Herzlichen Dank für die feine Woche, die wir ohne Zwischenfälle beenden konnten. Das Wichtigste!

Mir radsportlichen Grüssen vom Einmannteam aus Palma

Rolf


70 jährig, top fit, unermüdlich, seine Name: Ewald
31. März – 07. April 2018

Eine Woche durfte ich mit Ewald unterwegs sein. Begonnen haben wir die Woche schon mit einer anspruchsvollen Tour. Bei der Frage: Ewald geht’s? Bekam ich immer die gleiche Antwort: Fahr nur, alles bestens.
Bei den anspruchsvollen Bergetappen mit zuweilen 5 „Pässen“ bekam ich auf die Frage nach dem Wie-Weiter die Antwort: „Den machen wir noch“. Er fuhr dann sein Tempo, das beim besten Willen nicht gemütlich war, die Pässe hoch.
Doch nicht alleine das Velofahren war Gegenstand unserer Unterhaltung. Seine Strahlen beim Erzählen von seiner Familie war unübersehbar und den Stolz, wenn er von seinen Grosskindern erzählte, konnte er glücklicherweise nicht verbergen.
Ganz herzlichen Dank für die tollen Touren, die wir miteinander fahren durften, für die unterhaltenden Gespräche und das gemeinsame herzhafte Lachen.
Ich wünsche Dir eine gute weitere Woche in Sant Jordi zusammen mit Deiner Frau Mary. Eine schöne Woche für die „Nane“ und den „Neni“

Herzliche Grüsse vom Palma-Team, Velowäscher, Mechaniker Guide und Stationsleiter


Jeden Tag eine kleine bis ganz grosse Königsetappe.
10.-17. März 2018

Bereits am Freitagabend konnte ich unsere Gäste Mauri und Walter begrüssen. Ich glaube Mauri wäre noch am selben Abend aufs Rad gesessen, hätte ihn nicht die hereinbrechende Nacht gestoppt.
Mauri stand schon früh am nächsten Morgen vor der Tür des Radkellers. Er will nur eines, das Velo ergreifen und lospedalen. Doch da ist noch sein Kumpel Walter, der noch nicht bereit ist. Er kommt wie immer pünktlich auf die Minute ein.
Ich dagegen warte auf den nächsten Gast, Tschusi wie er sich selber nennt. Auch er nimmt für den Rest des Nachmittags noch einige Kilometer unter die Räder.
Am Sonntag starten wir mit der ersten gemeinsamen Etappe.
Am Abend haben wir über hundert Kilometer zurückgelegt und schon den Cura erklommen.
Und so jagen sich die Etappen. Nach dem Moto citius, altius und fortius. Wobei diesem olympischen Motto durchaus mit dem nötigen Humor nachgelebt wird.
Auch nach weit über zehn Jahre als Guide erlebt man immer noch neues dazu. Am Mittwoch sind wir mit Tschusi über den Orient gefahren. Auf der Passhöhe war kein einziger Radfahrer und Radfahrerin unterwegs. Ganz einfach nur wir vier. Auf dem Weg hinunter nach Alaro ist uns höchstens noch eine Handvoll von Gleichgesinnten begegnet.
Nove Colli ist das erklärte Ziel von Tschusi. Während Mauri und Walter den wohlverdienten Ruhetag geniessen, um am Freitag für die grosse  Etappe bereit zu sein, stand für Tschusi ein „pickelhartes“ Einzeltraining auf dem Programm, um für sein erklärtes Ziel bereit zu sein. Ich denke, er war froh, als wir wohlbehalten im Hotel angekommen sind.
Soller, Puig und Orient mit Coll d’Honor standen am Freitag als Königsetappe auf dem Programm. Herzliche Gratulation an Mauri und Walter. Beide haben diese Strecke mit 160 km und über 2500 Höhenmeter mit Bravour gemeistert. Respekt.
Ein würdiger Abschluss für eine ganz tolle Woche. Dafür danke ich Tschusi, Mauri und Walter ganz herzlich.
Mit einem lieben Gruss vom Stationsleiter Rolf


Die erste Woche in Playa de Palma
03.-10. März 2018

„Alles neu macht der Mai“ lautet ein Sprichwort. Bei Zollingerradsportreisen macht dies schon der März.
Bevor wir jedoch die neue Station in Palma in Betrieb nehmen konnten, gelangten Erwin und ich auf abenteuerlichen Pfaden nach Palma. Ganz Südfrankreich versank in mehr als 40 cm Schnee. Mit Bus und Anhänger, beladen mit mehr als 20 Rädern, standen wir zwischen 40 Tonnen schweren Lastwagen auf glatter Fahrbahn. Bei jedem Bremsmanöver oder Anfahren, begann das grosse Rutsche. Niemand wusste, ob wir zum Stehen kommen oder wir überhaupt beim Anfahren vom Fleck kommen. Wir waren jeweils heilfroh, wenn wir zum Stehen kamen, ohne abgeschossen zu werden oder die Fahrt im Schneckentempo fortsetzen zu müssen. Anstatt auf der Fähre, verbrachten wir die Nacht im Auto zwischen Montpellier und Narbonne. Es war im Auto so kalt, dass jeder Atemzug sichtbar war, und die Scheiben von innen zu gefrieren begannen. Um uns vor der Kälte zu schützen, mussten wir von Zeit zu Zeit den Motor laufen lassen, wenn auch mit sehr schlechtem Gewissen. Was für eine Befreiung, als es am Donnerstag endlich vorwärts ging und wir am Nachmittag in Barcelona ankamen. Die wärmende Sonne tat so richtig gut.
Mit grosser Dankbarkeit denken wir an Monika und Fabienne, die uns in diesen zwei Tagen eine grosse Hilfe waren.
Umso mehr schätzten wir das herzliche Willkommen in Colonia durch Gabi, Gunter, Thomas und Peter.
Ein schönes Ankommen erlebten wir auch in Palma im Hotel Flamingo.
Der Direktor hatte für fast alle unseren Anliegen ein offenes Ohr. Ungewohnt schnell wurde dann jeweils auch reagiert.
Der Radkeller und die Waschmöglichkeit waren schon bestens vorbereitet. Ein Dankeschön an Thomas!
Kaum angekommen, trafen auch schon die ersten Gäste ein. „Wiederholungstäter“, die wir schon vom vergangenen Jahr aus Alcudia kannten Martin und Thomas.
Wetterbedingt konnten wir am ersten Tag erst mittags starten. Das Warten hatte sich gelohnt. Wir wurden doch mit einer herrlichen ersten Ausfahrt belohnt. In gleichem Stile ging es die folgenden Tage weiter.
Palma ist als Ausgangsstation für die Radtouren eine Wucht. Ob Soller mit Westküste, Galilea und es Grau oder Soller Puig, alles ist möglich. Einfach ein Genuss. Auch die Gäste schätzten diese Abwechslung. Zuerst waren sie etwas enttäuscht über die jeweils gefahrenen Kilometer. Als sie sich jedoch die Anzahl Höhenmeter vor Augen führten, begannen diese vor Freude zu glänzen. Mit leuchtenden Augen haben wir am Freitag die letzte Etappe gefahren und in vollen Zügen genossen, wobei das herrliche Wetter seinen Teil dazu beitrug.
Danke Martin und Thomas für die tolle Woche. Die interessanten Gespräche und Diskussionen am Morgen oder am Abend über alle möglichen Thema, haben die Woche zusätzlich bereichert. Danke!

mit freundlichem Gruss vom Mechaniker, vom Guide und vom Stationsleiter Rolf