Giro di Sicilia

Giro di Sicilia, 9. Etappe, Montag 12.09.2017: Cefalu- Palermo 77 Km 

Wieder ein unglaublicher schöner Morgen wurde uns durch die Sonne geschenkt und der nachlassende Wind ermöglichte uns, das Morgenessen auf dem wunderschönen Aussenplatz einzunehmen.
Die Aussicht in den Yachthafen von Cefalu mit dem in verschiedenen blau gefärbten Meer ist für die Stimmung einfach fast unbeschreiblich. Unsere letzte Etappe sollte um 10:00 Uhr starten, was auch eingehalten wurde und somit konnten die Gäste noch einmal den vorletzten Reisetag, oder den letzten Velotag, gemütlich starten. Kurz vor dem Startschuss durch Mäge wurde nun aber doch dem Einen oder Anderen klar, dass das Ende dieser Veloferien nahte und der Tross in dieser Zusammensetzung wohl das letzte Mal zusammen unterwegs sein wird.
Die Durchfahrt des Städtchen Cefalu gehörte natürlich zu unserer Route und wurde von beiden Gruppen souverän gemeistert, ohne die bereits herumbummelnden Touristen zu bedrängen. Die nächsten Kilometer waren ein reines Warmfahren und beide Gruppen steigerten langsam die Geschwindigkeit. Der Kaffeehalt war im 36 km entfernten Termini angesagt und die Gruppe Mäge schoss nur so durch die Kurven dem Zwischen-Ziel entgegen.
Doch wer war denn das hinter dem Bahnübergang? Sah aus wie Luci und seine Truppe. Der erste und einzige Pannenfall bei seiner Gruppe in diesen Ferien traf sie aber nun etwas hart, denn Luci hatte einen Platten bei seinen beiden Rädern und alle waren schon am Schrauben. So konnten wir den Kaffeeort als erste Gruppe erreichen und uns genüsslich ausbreiten. Der weitere Streckenverlauf führte uns entlang der Küste und gab uns das ein oder andere schöne Fotomotiv. Vor Palermo wurde die Geschwindigkeit deutlich reduziert, da wir uns voll auf den sizilianischen Strassenverkehr konzentrieren mussten. Im Yachthafen von Palermo verschwand Gruppe Mäge noch in ein kleines Restaurant, in welchem die
Meisten etwas aus dem Meer auf dem Teller haben wollten. Wenn denn nicht hier, wo dann sonst!! Luci feierte natürlich den neunten Etappensieg ausgiebig in einem Restaurant in der Nähe des Hotels. Unsere Heinzelmännchen Nadja und Kurt, waren zu dieser Zeit bereits voll beschäftigt mit dem Gepäck und den täglichen hundert kleinen Dingen, die zu erledigen waren. Ohne diesen tollen Einsatz der unsichtbaren Helfer, wäre so eine Tour gar nicht zu machen. Was Luci und Mäge den beiden auch von ganzem Herzen verdanken möchten.
So liebe Gäste und liebe Freunde! Es ist nun so weit – Mäge und Nadja müssen sich leider von allen verabschieden, da ihre Fähre am Abend noch ausläuft und das ganze Material für den nächsten Anlass in die Schweiz zurückgebracht werden muss. Die Gäste werden am letzten Tag noch durch Luci und Kurt bestens betreut. Eine Stadtbesichtigung steht auf dem Programm und das Tagesziel wird dann sein: Alle Gäste an Bord des Fluges SWISS LX 2511 und zurück in die Schweiz!
Liebe Grüsse vom ZRR- Team und bis zum nächsten Mal.
Kurt, Luci, Nadja & Mäge
PS: Hier noch die Auflösung: Welcher Name verbirgt sind hinter den hilfsbereiten Musketieren! Hans, Willi, Peter & Düge


Giro di Sicilia, 8. Etappe, Montag 11.09.2017: Bronte-Cefalu 124 Km

Es war angesagt und tobte sich dann in der Nacht über unseren Köpfen aus; ein heftiges Gewitter. Die Einheimischen redeten von einem Unwetter, was den Windgeräuschen nach auch durchaus stimmen konnte.

Unsere Ansage für den Start um 10:00 Uhr (in eine der schönsten Etappen der Tour), zeigte sich als perfekte Wahl. Die Sonne schien am fast wolkenlosen Himmel und das Thermometer stieg schon wieder fleissig an, was uns wieder ohne wärmende Radwäsche losfahren liess.

Unser erster Kaffeehalt in Cesaro nach bereits 17 Km und ein paar Höhenmetern wurde sehr geschätzt. Und zwar nicht wegen der Anstrengung, sondern wegen der Wahl des Cafés mit seinen typisch sizilianischen Leckereien. Die Aussicht in das sizilianische Hochland war traumhaft und der Ätna zeigt sich noch einmal von seiner besten Seite, bevor er aus unseren Augen verschwand.

Eine längere freie Fahrt von fast 20 Kilometern führte uns auf 1560 Meter über Meer. Die Landschaft glich schon eher eine Jura-Anhöhe. Nadja und Kurt waren auch schon vor Ort und versorgten unsere Gäste wieder mit Kleidern und Verpflegung. Eine knapp über 20 Km lange Abfahrt an die Nordküste zum Städtchen San Fratello stand uns jetzt bevor. Die Konzentration wurde wieder bei allen gefordert, da in den Waldstücken schon Laub auf den Strassen lag und das war leicht feucht. Unsere Anstrengungen durch die nun verlängerten Bremswege bekam jeder leicht zu spüren im Bereich der Unterarme, was die stetigen Vibrationen auf dem Lenker auch nicht besser machte. Eine Entschädigung aber waren die begeisterten Zuschauer am Strassenrand, Schweine mit ihren Jungen oder ein Fohlen mit seiner Mutter, welche uns kopfschüttelnd nachschauten!!!

Es musste im oberen Teil schon noch etwas frisch gewesen sein, denn bei einem Kontrollhalt von Mäge kurz vor San Fratello zogen die beiden Frauen Lara und Karin sofort ihre Radschuhe aus und klagten über kalte Füsse. Es dauerte einen Augenblick und forderte seitens der Männer etwas Geduld und Hilfe, bis wieder weitergefahren werden konnte. Einmal mehr half einer unserer Musketiere und zeigte, was für heilende und warme Hände er besitzt.

Der Mittagshalt, etwas ausserhalb von Acquedolci mit einer super Aussicht auf das Meer, führte unsere beiden Gruppen wieder zusammen. Und noch einmal wurde Pasta verschlungen in Form von Spaghetti mit einer feinen Sugo und dazu jede Menge Käse. Immer wieder kamen Windstösse auf, die an unserer Tischdekoration herumzerrten und so hatte wir nebst dem Essen auch immer etwas zu tun.

Was Luci Mäge nun zu verstehen gab, ist für einen Guide, der noch über etwa 60 Km eine Gruppe zu führen hat, ein Alptraum. „Ja Mäge, das ist Gegenwind“ diese Worte liessen in seinen Beinen eine leichte Schwere spürbar werden.

Nichts desto trotz, machten sich die Gruppen nun auf die letzten Kilometer Richtung Cefalu. Diese Windkanalfahrt ging aber besser als wir erst befürchteten. Nur etwa zweimal – nach einer Kurve – hatten wir das Gefühl, gegen eine Wand zu fahren.

Luci und seine Gruppe, die wieder sehr stark fuhr, war natürlich schon beim Bier an der Poolbar, als Mäge mit seiner Gruppe eintraf. Doch wäre bei Mäge’s Gruppe die Bahnschranke nicht so lange geschlossen gewesen…..! Ja dann?

Wieder eine super Leistung aller Gäste auf der nun bereits vorletzten Etappe. Die Stimmung ist, so kann man sagen, auf einem absoluten Hoch und jeder trägt seinen Teil dazu bei. Es wird dann wieder schwer, wenn man sich verabschieden muss auf unbestimmte Zeit!

Die Wetteransage kurz vor Mitternacht an der Bar durch Severin (nach einem kurzen Blick zum Himmel) war: „Es wird wieder sternhagelvoll“! Kurze Zeit später wurde die Bar geschlossen.

Liebe Grüsse aus dem windigen Sizilien.
Die Gäste mit dem ZRR-Team (Nadja/ Kurt/ Luci & Mäge)


Giro di Sicilia, 7. Etappe, Sonntag 10.09.2017: Catania- Bronte 92 Km

Nun war er da, der Sonntag. Etappe sieben mit den vielen Höhenmetern über die Ostseite des Aetna und der welligen Anfahrt nach Bronte. Das liebe Wetter hielt uns den ganzen Tag die Stange. Ausser ein paar kleinen Tropfen bei der Abfahrt in Catania über den Westteil des Vulkans können wir uns nicht beklagen.

Der Start mit viel Sonne verlief fast problemlos. Mäge durfte für kurze Zeit wieder einmal die Spitzenposition übernehmen, da die Gruppe Luci mit der Technik zu kämpfen hatte. Das Garmin von Luci wollte oder konnte den zuständigen Satelliten nicht finden, um die Strecke zu berechnen.

Auf den 23 Kilometern nach Zafferana, welches Fuss des Aetnas liegt, wurde aber dann die Hierarchie wieder hergestellt und die Gruppenaufstellung war wieder korrekt. Kurz vor dem eigentlichen Passeinstieg wurden alle Bidons noch einmal aufgefüllt und die Bananen sowie Riegel machten die Runde bei unseren Gästen.

Die 18 Kilometer hoch bis zum Parkplatz auf 1905 Meter über Meer wurden nun von jedem/jeder Einzelnen durch sein/ihr eigenes Tempo (mental wie auch körperlich) bestimmt. Hugo und Lara, die jeweils ersten unserer beiden Gruppen, hatten laut Nadja ein unglaublich lockeres Lächeln im
Gesicht bei der Zieleinfahrt auf der Passhöhe, was unseren guten Vorbereitungen bezüglich Ernährung der letzten Tage zuzuschreiben ist. Wir können uns aber gut vorstellen, dass nach dieser Tour die meisten unserer Gäste eine Rösti oder eine Schüssel Reis der guten Pasta vorziehen.

Ein riesen Kompliment aber an alle Teilnehmer – der Aetna ist nun Geschichte und alle haben ihn super gemeistert!

Die restlichen 50 Kilometer nach der Passhöhe waren, wie weiter oben schon erwähnt, wellig und forderten von allen noch einmal etwas Kraft und Kondition. Die persönlichen Speicher konnten aber am Zielort sogleich wieder aufgefüllt werden, da schon vor dem Nachtessen italienische Köstlichkeiten mit etwas Wein über unsere Lippen dem Magen zugeführt wurden. Das Ganze hatten wir der Lara und dem Hubi zu verdanken, die uns diese Köstlichkeiten bestellten und auch offerierten. Laut Hubi musste Lara wieder etwas gut machen, da die beiden in der Abfahrt vom Aetna ein ganz spezielles Erlebnis mit unserem Fahrer Kurt teilen durften. Wir können dazu nur sagen: verschiedene Wege führen nach Rom.

Was nun unbedingt noch ins Protokoll muss ist die unheimliche Ausdauer von Nadja bezüglich Organisation und Anpassung von italienischen Hotels, was unser Willi auch unter Applaus der Gäste noch erwähnt haben wollte. Dank Ihrer Vorarbeit mit Kurt und mit der kräftigen Unterstützung von Luci (mit seinem perfekten Italienisch) wurde es ein sehr lustiger Abend bei bester sizilianischer Küche.

Wir grüssen alle herzlichst aus Bronte.
Das ZRR- Team und die super Gäste!


Giro di Sicilia, 6. Etappe, Samstag 09.09.2017: Siracusa- Catania, 71.2 Km

Am Freitag, unserem freien Tag, hatten wir am Nachmittag etwas mit dem Wasser zu kämpfen. Ein Gewitter zog über die Insel und spülte die Strassen. Diese waren danach aber wieder richtig sauber. Eindrücklich für unsere Gäste war der unmittelbare Strassenzustand nach den ersten Wassermengen! Eine seifenartige Oberfläche bildete sich innert kurzer Zeit und sogar Autos hatten Mühe mit der Haftung auf dem Untergrund.

Peter reiste am gestrigen Abend doch noch in die Schweiz zurück, da ihm seine Verletzung am Bein etwas zu schaffen machte. Hugo konnte uns aber im Laufe des Tages Entwarnung geben und teilte uns mit, dass Peter bereits im Spital untersucht wurde und es sich um eine starke Prellung handle, aber keinerlei Brüche oder Sonstiges!

Lieber Peter, noch einmal die besten Wünsche für deine Genesung aus Sizilien von Deinen Velofreunden und der Zollinger-Crew.

Nun heute Morgen vor dem Frühstück konnten wir vom Thermometer bereits wieder 23 Grad ablesen und der Himmel war wolkenlos. Diese Begeisterung machte sich natürlich bereits beim Morgen-Buffet bemerkbar und der Startschuss um 10.00 Uhr wurde mit Sehnsucht erwartet. Die heutige Etappe war mit ihrer Länge und den wenigen Höhenmetern die ideale Vorbereitung für den morgigen Sonntag – dem Highlight – den Aetna hochzufahren. Bei beiden Gruppen wurden auf der Fläche zügige Tempi hingelegt und somit waren alle frühzeitig im Hotel, wo die täglichen Vorbereitungen wie baden, waschen und jassen gepflegt wurden. Mäges Gruppe musste heute wieder zwei kurze Pausen einlegen, um zwei Platten zu beheben.

Nach dem Motto: «Alle für einen, einer für alle» sind wir zu einem super eingespielten und sehr schnellen Team geworden.

Viele Grüsse aus dem sonnigen und warmen Catania
Von allen Gästen und der ZRR- Crew (Kurt, Nadja, Luci & Mäge)


Giro di Sicilia, 5. Etappe, Donnerstag 07.09.2017: Marina di Ragusa- Siracusa, 99.6 Km

Die Tourleitung möchte sich entschuldigen für folgende Falschmeldung: In der dritten und vierten Etappe ist in der Überschrift das Wort Bronte durch Butera zu ersetzen. Aber schlimmer wäre, wenn wir uns verfahren hätten!!!

Leider müssen wir all denen, die in Nordeuropa sitzen, wiederum einen super Sonnentag melden mit über 32°C und wolkenlosem Himmel. So war auch dieser Start in den heutigen Tag ein wohltuendes Erlebnis. Die Kilometer und Höhenmeter sind bei unseren Gästen bei weitem nicht mehr das Hauptthema, da diese mittlerweile top trainiert sind. Nein, es geht um Wassermengen, Riegel, Bananen und Pasta-Halte. Letzteres war wieder bei Kilometer 64 angesagt und der nette Ort hiess Calabernardo. Doch zuerst durften Luci und Mäge die Gäste an der südlichen Küste über Donnalucate, Cave d`Aliga und Pozzallo ins Hinterland führen, wo alle die Tagestemperatur merklich zu spüren bekamen. Dazu kam, dass die Konzentration der Teilnehmer nun auch noch beansprucht wurde, da die Strassen wieder etwas schlechter wurden. Es gab bestimmt ein lustiges Bild ab, wenn Mäge an der Spitze der Gruppe wie ein Dirigent mit seinen Armen herumfuchtelte, um die Löcher im Strassenbelag anzuzeigen. Seine Gruppe aber fuhr sensationell und zeigte eine grandiose Disziplin, was das Verhalten im sizilianischen Strassenverkehr anbelangt. Ein riesiges BRAVO (speziell auch an Rolf)!!! Die Gruppe ist sind natürlich auch durch die Musketiere hervorragend beschützt und umsorgt.

Nach der wiederum sensationellen Pasta (Info für alle letztjährigen Teilnehmer: Mäge hat in diesem Jahr diese «Beiz» auch gefunden ☺), konnten die Radler in einer super Zeit mit einem tollen Schnitt von 27.6 Km/h der Stadt Siracusa entgegenrollen. Besten Dank natürlich den Wetterverantwortlichen für die riesige Portion Rückenwind. Mäge möchte jetzt gar nicht wissen, was Luci mit seiner Gruppe für einen Schnitt hingelegt hat. Das wird er aber heute an der Bar sicher noch erfahren.

Also ein mehrfaches riesen Prost an alle mit einem guten Start ins Wochenende!!!
Wie immer viele Grüsse von der Mafiafamilie (KNLM) mit Gästen.

PS: Morgen ist der Ruhetag und dieser steht unter dem Motto:
Diskretion!!! Jeder macht was er will!! Bericht gibt’s erst wieder ab Samstag, sorry!!!


Giro di Sicilia, 4. Etappe, Mittwoch 6.9.2017: Bronte- Marina di Ragusa, 81 km

Ab 07.30 Uhr traf man am Buffet diverse bekannte Gesichter die sich bei schon traumhaftem Wetter der richtigen Ernährung widmeten, was natürlich für Mäge ein Fremdwort ist.
Kaum vorstellbar wie sich die Gäste schon früh ins Zeug legten um alles gepackt zu haben für die 4. Etappe. Keine Ermüdung war auszumachen vom Vortag bei unseren Teilnehmern, also noch einmal ein riesen Kompliment vom ZRR-Team.
Wir durften heute Morgen auch noch unserem Geburtstagskind Hugo gratulieren, der uns vor dem Nachtessen mit einem Apéro verwöhnen will.
Mit zwei Mann weniger, aber pünktlich zu der angesagten Zeit (10.00 Uhr), verlies Luci das Hotelareal und steuerte Richtung Gela unserem Kaffeehalt bei Km 23 zu. Gruppe Mäge ging die Sache ganz locker an konnte aber stetig das Tempo steigern und verblüffte heute gleich zweimal die Spitzengruppe Luci mit einem ganz geringen Zeitabstand. Trotz den wenigen Kilometern bis zum Halt in Gela, wurde im feinen Café von allen wieder kräftig aufgetankt. In einem recht zügigen Tempo verliessen beide Gruppen wieder das Städtchen Gela und zischten über einen Bogen durch das Hinterland dem Ziel Ragusa entgegen. Nadja und Kurt, mit den beiden Helfern Christian und Peter, überraschten uns unterwegs noch mit einem zusätzlichen Halt an dem sie wieder Wasser und Bananen verteilten. Laut Claudia sind dies ja die sogenannten Affenkoteletten. Dieser Halt kam uns recht gelegen, da die Temperatur schon recht über den angesagten 28 Grad zu sein scheint und es eher recht schwül war. Scoglitti bei Km 65, ein kleines Dörfchen am Meer, verleitete dann die Gruppe Mäge dazu am Hafen in ein feines Kaffee zu sitzen und sich mit Getränken und Gelati einzudecken. Etwa zur gleichen Zeit fuhr Luci mit seiner Gruppe ausserhalb des Dörfchen ein kurze 18% Steigung hoch und!!!!! man glaubt es kaum, dem Walter fliegt ein Taube in das Hinterrad, die er sogleich sauber köpfte. Die Federn hingen dann sauber geschmückt in den Speichen verteilt wie bei einer Designer-Lampe.
In Ragusa gehörte nun der Zieleinlauf das erste Mal der Gruppe Mäge, da Luci 300 Meter vor dem Ziel in ein Restaurant abbog um sich mit Kohlenhydraten vollzupumpen damit auch sie das Hotel noch erreichten. Gruppe Mäge wurde dann von einem Musketier verwöhnt, der die glorreiche Idee hatte, auf der Terrasse ein «kaltes Plättli» zu verzehren. Es war traumhaft aufgemacht!!!☺

Nun, wie es aussieht, sind alle am Wäsche machen da die Balkone schon bunt behangen sind.

Grüsse von der Maffiafamilie aus Ragusa
Das ZRR- Team (KNLM) und seine Gäste

 


Giro di Sicilia, 3. Etappe, Dienstag 5.9.2017 – Marinella di Selinunte-Bronte, 154 km

Genau um 07:00 Uhr wurde für uns, die Zollinger- Mafia Gang, das Morgenbuffet eröffnet, damit wir um 08:15 auf die etwas längere 3. Etappe starten konnten.

Die Fahrräder wurden bereitgestellt und der Gepäckverlad wurde durch unseren fleissigen Kurt erledigt. So waren alle Teilnehmer rasch in Startposition. Los ging die 3. Etappe mit vielen nicht geplanten Überraschungen. Bei Km 2 mussten wir wegen einer Baustelle schon das erste Mal aus den Pedalen steigen. Die Strasse war in einem katastrophalen Zustand mit Rissen und einem riesen Loch inmitten der Strasse. Der ganze Spuk war nach 30-40 Metern vorbei und wir konnten wieder aufsatteln und unsere Fahrt aufnehmen in Richtung Sciacca.

Nach kurzer Zeit war die Gruppe von Luci am Horizont verschwunden. Ein erstes Wiedersehen war in Ribera geplant zur Kaffeepause und Stärkung für die nächsten 50 km.

Leider gab es in Sciacca dann einen zweiten, nicht geplanten Zwischenfall. Unsere Teilnehmer Peter und Christian stürzten leider auf offenbar schmieriger Strasse und verletzten sich. Kurt lud Peter ins Auto und ging mit ihm zum Arzt, um seinen geschwollenen Oberschenkel untersuchen zu lassen. Christian schmerzte zwar sein Unterarm, aber er wollte die Fahrt trotzdem fortsetzen. So rollten wir weiter in Richtung besagtem Kaffeehalt. Die Strassen waren auf diesem Abschnitt neu geteert und absolut hervorragend zum Fahren. Die Temperaturen waren fleissig am Steigen. Christian schmerzte sein Arm immer mehr und er beschloss, ins Auto zu steigen. Kurt war immer noch mit Peter in Sciacca, um das sizilianische Tempo des Medizinmannes zu geniessen.

Die dritte Überraschung liess nicht lange auf sich warten. Bei ca. Km 65 war ein Warnschild auf unserer Route, das besagte, dass die Strasse gesperrt sei. Wir dachten «das ist doch Sizilien und da spielen Verkehrsschilder keine Rolle», denn es fuhren die ganze Zeit sogar Autos vorbei an der Beschilderung. Nadja traute der ganzen Sache nicht so ganz und fuhr doch die Schnellstrasse entlang, um uns dann später wieder bei der erstmöglichen Ausfahrt zu begleiten. Die letztjährige, damals noch super zu befahrende Strecke war in einem etwas merkwürdigen Zustand. Das Gras und das Schilf wuchs überall und wir hatten nur wenig Platz zum Fahren. Plötzlich standen wir vor dem vermuteten Übel. Eine Brücke wurde gesperrt, da sie mittlerweile ein echtes Risiko für Autos darstellte. Wir stiegen wieder vom Velo und überquerten die Brücke zu Fuss und dies nacheinander, um das Gesamtgewicht möglichst klein zu halten.

Nun war die Fahrt endlich frei Richtung Mittagshalt nach San Leone, wo alle Teilnehmer wie abgemacht wieder vollständig anwesend waren. Auch Kurt mit Peter war da. Sie flüchteten nach ca.
1 ½ Wartezeit aus dem Spital in Sciacca, nachdem es Peter zunehmend besser ging.

Nach einem Teller Pasta ging die Fahrt weiter Richtung Butera in unser schönes Hotel Falconara. Mit sagenhaftem Speed von ca. 45 km/h (gemäss Hugos Velocomputer), rollte Gruppe Luci auf der Hauptstrasse dem Hotel entgegen. Gruppe Mäge erreichte das Ziel auch kurze Zeit später und man sah allen Teilnehmern die Freude und den Stolz über das erreichte Tagesziel von 154 Km bei wunderbar sonnigem und wolkenlosem Wetter an.

Unser Teilnehmer Christian hatte doch mittlerweile ziemliche Schmerzen am Arm und Kurt fuhr mit Peter und Christian nochmals ins Spital. Peter kam früher zurück und sein Oberschenkel war dank Voltaren Gel bereits etwas abgeschwollen. Christian wurde noch geröntgt und er musste leider gegipst werden. Er entschied sich aber, seine Ferien weiterhin zu geniessen und im Begleitfahrzeug mitzufahren. An dieser Stelle – ganz gute und schnelle Genesung!

Morgen wieder aus dem gleichen Studio, mit neuen News!

Liebe Grüsse vom ZZR- Team
Krankenwagenfahrer Kurt, Schwester Nadja
die beiden Betreuer Luci und Mäge und unseren super Gästen


Giro di Sicilia, zweite Etappe, Montag 4.9.2017: Marsala – Marinella di Selinunte 75 km

Nach dem sehr feinen und ausgiebigen Frühstück wurden von Luci und Mäge noch zwei Räder überprüft und leichte Einstellungen vorgenommen. Dies gehört ganz normal zu unserem Tagesgeschäft, um mit Zollinger sorglos in den Tag zu starten.

Mit viel Humor und Gelassenheit bereiteten sich unsere Gäste auf dem Hotelvorplatz auf die Tour vor. Gepäckverlad und Bidon auffüllen war unter der Leitung unserer beiden Fahrer.
Mit letzten technischen Anweisungen durch unseren sehr erfahrenen Luci und Höhenverstellung des Sattels bei Karin machten sich die Gruppen zur Abfahrt bereit. Im letzten Moment wurden wir durch das Hotel noch angehalten, mit der Bitte eines Gruppenfotos vor dem Hotel-Eingang. Also surft mal in nächster Zeit auf der Homepage des Hotels Baglio Oneto in Marsala, da könnte man das Foto einer wirklich aufgestellten Velogruppe vorfinden, die mit ihrer Ausstrahlung die ganze Anlage verzaubert.

Nach einem fast reibungslosen Start rollten wir bei traumhaftem Wetter in Richtung Mazara, wo der erste Kaffeehalt angesagt war. Im südlichen Teil von Marsala durchfuhren wir endlose Felder mit Traubenstöcken, an denen gerade durch viele fleissige Hände die Trauben geerntet wurden und auf anderen grossen Plantagen sahen wir unzählige Olivenbäume. Doch dann, ein paar hundert Meter vor dem Kaffeehalt im Hafen von Mazara erreichte Mäge die Meldung, dass jemand einen Platten hätte. Als er sich nun sofort zum Ende der Gruppe gesellte, um Hand anzulegen, hatte Mirielle bereits kein Hinterrad mehr am Velo und fleissige Hände der Musketiere (die Namen werden von der Redaktion noch geheim gehalten), zauberten innert kürzester Zeit wieder ein fahrbereites Rad herbei. Super Truppe!!!

In Mazara wurden nicht nur Flüssigkeiten aufgetankt, sondern es wurden auch diverse Pasta Spezialitäten genüsslich verzehrt. Wir vermuten, es wurden stille Reserven angelegt für den morgigen Tag mit angesagten 154 km. Nach dem Halt fuhren wir gemütlich und nur vom Wind getragen noch einige Kilometer dem Strand entlang unserem Hotel in Selinunte entgegen.

Nach kurzem Handschlag bei jedem Einzelnen übergaben Mäge und Luci die Gäste wieder Nadja, welche die Anweisungen für den Zimmerbezug klar und präzise weitergab. Dreimal könnt ihr raten, wo man 10 Minuten später alle 23 glücklichen Gesichter wieder antraf? Natürlich beim gemütlichen Bierchen an der Poolbar.

Morgen werden wir dann etwas früher auf die 3. Etappe nach Butera starten, um wieder bei super angesagtem Wetter die 154 km anzupacken.

Lieb Grüsse von der Mafia Gruppe auf Sizilien.
Luci, Kurt, Nadja & Mäge und alle unsere Gäste

 


Giro di Sicilia, erste Etappe, Sonntag 3.9.2017: Terrasini – Marsala 84 km

Vor dem Esssaal des Hotel Perla wurde um 07.45 Uhr bereits eine grössere Gruppe Gäste ausgemacht, die sich mit gleichmässigem Schritt in Richtung Buffet bewegte. Das Ziel war klar vorgegeben!

Nach dem Frühstück wurde noch das Finetuning der Räder durch Luci und Mäge vorgenommen und Nadja verteilte in der Zeit zusammen mit Kurt das Gepäck auf die beiden Begleit-Fahrzeuge.

Nach der Gruppeneinteilung wurde dann auch sogleich gestartet und der Zollinger-Tross begab sich auf die ersten Meter der Etappe. Schönes Wetter mit bereits fast 30 Grad und ein zeitweise starker Wind begleitete uns entlang der Küste in Richtung Westen. Bei guter Laune und wenig Verkehr fuhren wir unserem Mittagshalt entgegen, den wir schon bei Km 41 erreichten. Nach gemütlicher Verpflegung und diversen Espressi und Colas machten wir uns auf zum zweiten Teil der Etappe. Die Fahrt ging weiter über typisch sizilianische Strassen und erforderte die volle Konzentration aller Teilnehmer. Mit dem Sprichwort «einer für alle, alle für einen» wechselten in der Pause die 4 Musketiere zu Mäges Gruppe, um diese kräftig aufzumischen.

Nach der Ankunft im Hotel Baglio Oneto, oberhalb Marsala, gab es zuerst einmal das verdiente Abkühlungsbier, bevor sich alle Teilnehmer zurückzogen, um Siesta zu machen oder ein Bad im Swimmingpool zu geniessen. Bei wunderschöner Abendsonne genossen wir dann einen feinen Apéro mit verschiedenen Weinen und anschliessend das Abendessen mit typisch sizilianischem Dessert (sehr süss!).

Morgen geht es dann weiter nach Marinella di Selinunte – unsere kürzeste Etappe der Tour mit 75 Kilometern, die als Vorbereitung für die 3. Etappe mit 154 Kilometern genutzt werden kann. Wir freuen uns schon auf einen weiteren sonnigen Tag bei voraussichtlich 28°C.

Liebe Grüsse das ZRR- Team Luci, Kurt, Nadja & Mäge
und all unsere Gäste